Newcomer in
Unternehmensnachfolge
Entwicklungsprojekt zur Förderung der Unternehmensnachfolge durch
Newcomer in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU).
8.600
KMU in Berlin benötigen bis 2026 eine Nachfolgelösung
30%
der Newcomer bevorzugen Selbstständigkeit als Erwerbsform
PROBLEMSTELLUNG
Das Problem
Viele kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Friedrichshain-Kreuzberg stehen vor einem akuten Nachfolgeproblem. Berlinweit benötigen bis 2026 ca. 8.600 KMU eine Nachfolgelösung, wobei die Zahl aufgrund der Altersstruktur in Geschäftsführungen weiter steigen wird.
Dies bedeutet nicht nur den Verlust von Arbeitsplätzen und Ausbildungsbetrieben im Handwerk, sondern auch das Fehlen von Unternehmen als verlässliche Partner für essenzielle Infrastrukturprojekte und als Garanten wirtschaftlicher Stabilität.
Newcomer – definiert als Menschen, die nicht länger als 10–12 Jahre in Deutschland leben – haben ein starkes Interesse an Selbstständigkeit (30 % bevorzugen diese Erwerbsform). Dennoch werden sie in bestehenden Nachfolgeinitiativen kaum berücksichtigt. Sie stoßen auf erhebliche Herausforderungen:
Fehlende berufliche Anerkennung, insbesondere im handwerklichen Bereich
Schwieriger Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten
Kulturelle und sprachliche Barrieren
Vorurteile und Diskriminierung
Bisherige Beratungsstrukturen für Newcomer sind nicht auf das Thema Unternehmensnachfolge ausgerichtet. Obwohl Unterstützungsangebote existieren, fehlen spezifische Ansätze, um Newcomer gezielt auf die Übernahme von KMU vorzubereiten.
Projektgegenstand
Was NIU+ entwickelt
In einer sechsmonatigen Entwicklungsphase erarbeitet NIU+, wie Newcomern der Weg zur erfolgreichen Unternehmensnachfolge besser geebnet werden kann.
Das Ziel ist die Entwicklung eines praxisnahen Modellkonzepts, das in einer anschließenden Erprobungsphase mit Teilnehmenden getestet und evaluiert wird. Es wird untersucht, welche notwendigen formalen und mentalen Voraussetzungen als Grundlage für eine erfolgreiche Übernahme und langfristige Integration der Nachfolger:innen in die lokale Wirtschaft geschaffen werden müssen.
Methodik & geplante Aktivitäten
Das Projekt folgt einem strukturierten, mehrphasigen Ansatz
In dem Entwicklungsprojekt soll gemeinsam mit Kooperationspartner:innen, Stakeholdern und Expert:innen evaluiert werden, ob und wie die Vision einer wirksameren Vorbereitung von Newcomern auf die Übernahme von KMU gestaltet und modellhaft erprobt werden kann
Analyse & Netzwerkaufbau
Umfeld- und Zielgruppenanalyse mit Beratungsorganisationen, IHK, HWK sowie Interviews mit KMU und Newcomern.
Entwicklung eines Modellkonzepts für die Erprobung
Umfeld- und Zielgruppenanalyse mit Beratungsorganisationen, IHK, HWK sowie Interviews mit KMU und Newcomern.
ZIELGRUPPEN
Für wen ist NIU+?
KMU
Kleine und mittelständische Unternehmen,
die eine Nachfolgelösung suchen.
Newcomer
Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte, die nicht länger als 10–12 Jahre in Deutschland leben und Interesse an einer Unternehmensübernahme haben
Das Projekt „NIU+ – Newcomer in Unternehmensnachfolge" ist ein Projekt der LOK.a.Motion GmbH und wird gefördert aus Mitteln der Europäischen Union (Europäischer Sozialfonds Plus) und der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, im Rahmen der Bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit.





